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  • Bergwacht Reichenhall

ūüö®06.10.2020: 33-J√§hriger st√ľrzt nach Start am Mittelstaufen mit Gleitschirm ab

Bergwacht Bad Reichenhall & Christoph 14“ versorgen Einheimischen nach 30-Meter-Absturz und fliegen ihn am Tau ins Tal

BAD REICHENHALL/KARLSTEIN ‚Äď Am Dienstagmittag gegen 11.20 Uhr ist ein 33-j√§hriger Gleitschirm-Pilot beim Start vom Mittelstaufen rund 200 Meter unterhalb des Gipfels aus gesch√§tzt rund 30 H√∂henmetern abgest√ľrzt und nach erster Einsch√§tzung der Einsatzkr√§fte schwer, aber nicht lebensgef√§hrlich verletzt worden. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers ‚ÄěChristoph 14‚Äú konnte trotz zun√§chst umherziehender Nebelschwaden ihre Not√§rztin im Schwebeflug an der Einsatzstelle aussteigen lassen und brachte dann zwei Reichenhaller Bergretter von der Hochstaufen-Kaserne mit weiterer Ausr√ľstung zum Patienten. W√§hrend die Retter den Einheimischen versorgten, wartete der Heli am Zwischenlandeplatz auf der Bartlmahd.


Unstillbares Nasenbluten in Kletterroute am Feuerh√∂rndl ‚ÄěChristoph 14‚Äú musste zwischenzeitlich weiter zur Nordseite der Reiter Alpe fliegen, wo gleichzeitig eine Einheimische in einer Kletterroute am Feuerh√∂rndl √∂stlich der Seilbahn wegen unstillbarem Nasenbluten medizinische Hilfe brauchte und mit dem Tau aus der Felswand geflogen werden sollte. Wegen der beiden zeitgleichen zeitkritischen Eins√§tze hatte die Leitstelle zus√§tzlich den M√ľnchner Rettungshubschrauber ‚ÄěChristoph 1‚Äú angefordert. Weder ‚ÄěChristoph 14‚Äú noch ‚ÄěChristoph 1‚Äú wurden dann aber am Feuerh√∂rndl ben√∂tigt, da die ansonsten k√∂rperlich fitte Frau mit Hilfe weiterer Kletterer selbst √ľber den √úberhang zum Hochplateau und dann mit der Seilbahn der Wehrtechnischen Dienststelle Oberjettenberg ins Tal gebracht werden konnte. ‚ÄěChristoph 14‚Äú flog zum Zwischenlandeplatz am Mittelstaufen, wo die Besatzung das Rettungstau montierte und zun√§chst den Patienten im Luftrettungssack zusammen mit der Not√§rztin und dann die beiden Bergretter in die Hochstaufen-Kaserne ausflog. F√ľr den 33-J√§hrigen gings dann im Heli direkt weiter zum Klinikum Traunstein. Die Kletterin aus Oberjettenberg brachte der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes weiter zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Zw√∂lf Bergretter, darunter auch der Ruhpoldinger Bergwacht-Notarzt, waren gute zwei Stunden lang gefordert.

Den Ermittlungen der Reichenhaller Polizei zufolge d√ľrfte ein Flugfehler Ursache f√ľr den Gleitschirm-Unfall sein: Der Gleitschirm-Pilot war bei guten Flugbedingungen vom Mittelstaufen aus gestartet und dann eine Rechtskurve geflogen; dabei begann die rechte Seite des Schirms einzuklappen; es gelang dem 33-J√§hrigen nicht, den Schirm wieder zu √∂ffnen, weshalb er letztlich in einer Schotterrinne s√ľdlich des Mittelstaufens abst√ľrzte.


· https://www.kvberchtesgaden.brk.de/brk-bgl/aktuelles/11786-06-10-2020-33-jaehriger-stuerzt-nach-start-am-mittelstaufen-mit-gleitschirm-ab.html