ūüö®10.08.2021 Gro√üe Suchaktion im Bereich Bodenberg

Gro√üe Suchaktion: √Ąlterer Mercedes-Fahrer verursacht Verkehrsunfall auf der B21 am Bodenberg und verschwindet dann von der Unfallstelle


SCHNEIZLREUTH/RISTFEUCHT ‚Äď Ein kurioser Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen und acht Insassen hat sich gegen 16.45 auf der B21 am oberen Bodenberg ereignet, wobei der mutma√üliche Verursacher noch vor Eintreffen der ersten Einsatzkr√§fte von der Unfallstelle verschwunden war und ein Gro√üaufgebot von 70 Einsatzkr√§ften √ľber drei Stunden lang mit Heli, Drohnen und Hunden nach ihm suchen musste. Der Mann tauchte dann am Mittwochmorgen an der Forellenr√§ucherei wieder auf, wobei er die Nacht offenbar in einem Jagdsitz im Freien verbracht hatte. Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes lieferte den leicht Verletzten in die Kreisklinik Bad Reichenhall ein. Warum er von der Unfallstelle weggegangen war und sich offensichtlich versteckt hatte, ist unklar.

Laut Polizei war der √§ltere Mann mit seiner Mercedes-G-Klasse in Richtung Lofer unterwegs, als er nach einer Rechtskurve nach links √ľber die Fahrbahnmitte geriet und dort die gesamte Fahrzeugseite eines entgegenkommenden VW Touran einer vierk√∂pfigen Familie aus Ainring streifte. Danach geriet der Mercedes noch weiter nach links und prallte frontal gegen den Bmw eines 53-j√§hrigen Mannes aus Unken, der ebenfalls zwei Mitfahrer im Auto hatte.

Die Meldung zum Unfall war zuerst √ľber das automatische Notruf-System im Bmw eingegangen, wobei die Insassen offenbar bereits ausgestiegen waren und es keine Sprach-R√ľckmeldung mit weiteren Details gab; im Anschluss kam ein Fahrzeug des √Ėsterreichischen Roten Kreuzes (√ĖRK) an der Einsatzstelle vorbei, wobei die Besatzung die Erstversorgung √ľbernahm und weitere Rettungskr√§fte nachforderte. Die sieben Insassen im VW und Bmw, darunter auch ein nur f√ľnf Monate altes M√§dchen, wurden alle wie durch ein Wunder und dank moderner Sicherheitstechnik nur leicht verletzt oder kamen mit dem Schrecken davon. Die Leitstelle Traunstein hatte das Rote Kreuz mit insgesamt vier Rettungswagen aus Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Ruhpolding und dem Einsatzleiter Rettungsdienst zum Unfallort geschickt, wobei die Notfallsanit√§ter die drei leicht verletzten Insassen des Bmw versorgten und mit zwei Rettungswagen in die Kreisklinik Bad Reichenhall uns ins Klinikum Traunstein einlieferten. Eine weitere Rettungswagen-Besatzung untersuchte vorsorglich auf Wunsch der Eltern das Baby und brachte es anschlie√üend zur Kontrolle ins Klinikum Traunstein.

Laut Polizei entstand ein gesch√§tzter Sachschaden von rund 60.000 Euro, wobei alle drei Autos abgeschleppt wurden. Die B21 und damit die Durchfahrt durchs Kleine Deutsche Eck musste f√ľr rund drei Stunden zeitweise komplett gesperrt werden, wodurch sich erhebliche Staus mit langen Wartezeiten bildeten. Die Feuerwehren Schneizlreuth und Bad Reichenhall waren mit 32 Einsatzkr√§ften und sieben Fahrzeugen an der Unfallstelle, stellten den Brandschutz sicher, reinigten die Stra√üe und regelten den Verkehr.

Der rund 70 Jahre alte Unfallverursacher war laut Zeugen scheinbar unverletzt aus seinem Mercedes ausgestiegen, hatte telefoniert und war dann einfach vermutlich in Richtung der Forellenr√§ucherei davongegangen und √ľber die B√∂schung aus dem Sichtfeld verschwunden. Da der Mann mit niemandem vor Ort gesprochen hatte und unklar war, ob er unter Schock steht, verletzt ist und Hilfe braucht, veranlasste die Polizei eine gro√üe Suchaktion rund um das Gebiet zwischen Tunnel, Wendelberg, Daxbauer, Haiderhof und Saalach. Beteiligt waren auf deutscher Seite 24 Einsatzkr√§fte der Bergwachten Bad Reichenhall, Freilassing und Teisendorf-Anger, drei Hundeteams der Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergwacht-Region Chiemgau und der Polizei, das Team des Technikbusses der Bergwacht-Region Chiemgau mit einer W√§rmebild-Drohne, die Besatzung eines Polizeihubschraubers, f√ľnf Polizeistreifen, die BRK-Wasserwacht und die Tauchergruppe der Feuerwehr. Sie suchten zu Fu√ü und aus der Luft den stellenweise steilen Bergwald am Wendelberg und die Wege zwischen Bundesstra√üe und Saalach ab, konnten den Mann aber nicht finden, der sich eventuell auch von jemanden abholen lassen hatte und gar nicht mehr im Suchgebiet aufhielt. Auch im angrenzenden Gemeindegebiet Unken (Salzburger Pinzgau) suchten die Einsatzkr√§fte nach dem Vermissten. Nach den ersten Ermittlungen der Reichenhaller Polizei d√ľrfte es sich bei dem fl√ľchtigen Unfallverursacher um den Eigent√ľmer des Autos gehandelt haben; sie leiteten ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort ein.


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