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  • Bergwacht Reichenhall

🚹10./11.10.2020: Beim Abstieg vom Dreisesselberg in Bergnot – gebr. Sprunggelenk an der FĂŒrmannalm

BAYERISCH GMAIN/ANGER/PIDING – Die Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing waren am Wochenende bei drei EinsĂ€tzen gefordert. Am Samstagabend gegen 19.30 Uhr mussten sie auf den Toni-Michl-Steig im Lattengebirge ausrĂŒcken, wo in rund 1.000 Metern Höhe zwei 27 und 42 Jahre alte Schwestern aus der Hallertau im Abstieg vom Dreisesselberg nach Bayerisch Gmain wegen der widrigen WetterverhĂ€ltnisse und der Dunkelheit nicht mehr weiterkamen. Die Retter fanden die unverletzten aber leicht unterkĂŒhlten Frauen, kĂŒmmerten sich um den WĂ€rmeerhalt und fĂŒhrten sie gesichert ins Tal. Zehn EinsatzkrĂ€fte waren gute zwei Stunden gefordert.

Am Sonntag gegen 14.50 Uhr rĂŒckte dann die Bergwacht Teisendorf-Anger zur FĂŒrmannalm am Irlberg aus, wo im Wald sĂŒdöstlich des Gratwegs eine 76-jĂ€hrige Frau aus dem Landkreis Traunstein mit einem gebrochenen Sprunggelenk Hilfe brauchte. Die Bergretter versorgten die Verletzte und brachten sie zur befestigten Straße an Alm; von dort aus gings mit dem Rettungswagen des Reichenhaller Roten Kreuzes weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Kurz nach 17 Uhr brauchte dann eine Urlauber-Familie aus Nordrhein-Westfalen auf einem RĂŒckeweg in der NĂ€he der Steiner Alm in Richtung der Arzkasten am Hochstaufen die Hilfe der Bergwacht, da sich die Eltern und die drei vier und sechs Jahre alten Kinder mit ihrem VW-Sharan eigenen Angaben zufolge auf dem unebenen Weg festgefahren hatten. Die Familie wollte eigentlich mit dem Auto zum Kaffeetrinken auf die Alm fahren, hatte aber ĂŒbersehen, dass die Straße nur fĂŒr den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr und entsprechend gelĂ€ndegĂ€ngige Fahrzeuge freigegeben ist. Vor Ort stellte sich dann fĂŒr Bergwacht und Polizei die Lage weniger dramatisch als zunĂ€chst geschildert dar: das Auto saß nicht auf dem Untergrund auf und Öl war auch nicht ausgelaufen, so dass der Mann mit Einweiser dann ein gutes StĂŒck rĂŒckwĂ€rts bis zu einer Wendemöglichkeit und schließlich selbstĂ€ndig nach Urwies ins Tal zurĂŒckfahren konnte. Die Kinder und die Frau wurden wĂ€hrenddessen im Polizeiauto betreut. Die EinsatzkrĂ€fte waren eine gute Stunde lang gefordert.

Am Samstagvormittag ĂŒbten die Bergretter zusammen mit einer Transporthubschrauber-Besatzung der Bundespolizei auf der Nordseite des Hochstaufens fĂŒr Rettungswinden-EinsĂ€tze im alpinen und unwegsamen GelĂ€nde, wobei die Ehrenamtlichen viel GlĂŒck hatten, da das angekĂŒndigte schlechte Wetter mit Nebel, Regen und Schneefall erst am frĂŒhen Nachmittag nach dem Ende der Übung ĂŒber den Staufen hereinzog. Die Bergwacht hatte extra in einer Rinne östlich des Klettersteig-Einstiegs eine Felswand geputzt und einen Standplatz eingerichtet, damit wĂ€hrend der FlĂŒge keine Klettersteiggeher gestört werden. Unterhalb am aufgeschĂŒtteten Landeplatz im Schuttkar ĂŒbten sie mit der Winde die Aufnahme eines liegenden Patienten im Luftrettungssack.



https://www.kvberchtesgaden.brk.de/brk-bgl/aktuelles/11790-10-11-10-2020-beim-abstieg-vom-dreisesselberg-in-bergnot-gebrochenes-sprunggelenk-an-der-fuermannalm-mutmasslich-festgefahrenes-auto-an-der-steiner-alm.html

Das Bild zeigt die Übung mit dem Transporthubschrauber der Bundespolizei auf der Nordseite des Hochstaufens; die Heli-Besatzung setzt mit der Winde einen Bergretter am Standplatz in der Felswand ab.