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2023-08-02 Einsatzkräfte löschen Vegetationsbrand nach Blitzeinschlag auf der Karschneid

Einsatzkräfte löschen Vegetationsbrand nach Blitzeinschlag auf der Karschneid im südöstlichen Lattengebirge

RAMSAU BEI BERCHTESGADEN/FORST TAUBENSEE – Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr, Bergwacht und Polizei war am Mittwochabend mehrere Stunden lang bei einem vermutlich bereits vor Tagen durch einen Blitzeinschlag verursachten Vegetationsbrand im südöstlichen Lattengebirge gefordert. Ein Wanderer hatte am Nachmittag auf der Karschneid zwischen der Bergwachthütte in der Törlscharte und dem Karspitz in rund 1.600 Metern Höhe aufsteigenden Rauch und Brandgeruch im Steilgelände südöstlich unterhalb des Steigs bemerkt und über Notruf gemeldet.

Die Besatzung des angeforderten Polizeihubschraubers „Edelweiß 8“ entdeckte dann tatsächlich kurz nach 17 Uhr eine Brandstelle an drei Bäumen auf der Südostseite rund 50 Höhenmeter unterhalb der Schneid, woraufhin die Feuerwehr und die bereits gegen 16 Uhr alarmierte Bergwacht weitere Einsatzkräfte nachalarmieren ließen und einen geländebedingt aufwendigen Löscheinsatz vorbereiteten. Die Besatzungen der beiden Polizeihubschrauber „Edelweiß 6“ und „Edelweiß 8“ flogen Einsatzkräfte und Ausrüstung vom Tal und vom Zwischenlandeplatz an der Mordau-Alm auf die Karschneid und setzten jeweils einen Bergretter und einen Feuerwehrmann per Winde am Einsatzort ab, wo sie mit spezieller Waldbrand-Ausrüstung und Sicherungsmaterial fürs Steilgelände Glutnester an den Bäumen und am und im Boden ausfindig machten und ablöschten; das Glutnest hatte sich bereits tief in den Untergrund gefressen und konnte mit Löschrucksäcken gut abgelöscht werden, nachdem die Einsatzkräfte hinuntergegraben hatten.

Zusätzlich flog ein privater Hubschrauber-Betreiber mit einem Außenlast-Faltbehälter am Tau vorsorglich zweimal hintereinander jeweils 1000 Liter Löschwasser vom Zwischenlandeplatz an der Mordau auf die Karschneid und setzte es punktgenau über der Brandstelle ab. Die Polizeihelis holten nach dem Einsatz in mehreren Anflügen alle acht Bergretter und sieben Feuerwehrleute wieder per Winde am Berg ab und flogen sie im letzten Tageslicht ins Tal zurück. An der Aktion, die bis 23 Uhr dauerte, waren neben den örtlich zuständigen Feuerwehr- und Bergwacht-Einsatzkräften aus der Ramsau auch die Feuerwehren Berchtesgaden und Bad Reichenhall samt Löschzug Karlstein mit ihren Flughelfern und Waldbrand-Spezialisten, die Bergwacht Altötting mit ihrem Umwelt-Anhänger und die Bergwacht Traunstein mit dem Heli-Kerosinanhänger und dem Technikbus mit Wärmebild-Drohne beteiligt.

Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrleute aus Ramsau, Berchtesgaden und Bad Reichenhall und 28 Bergretter aus Ramsau (19), Altötting (7) und Traunstein (2) beteiligt. Da für Donnerstag und das anstehende Wochenende ergiebige Regenfälle vorhergesagt sind, gehen die Einsatzkräfte aktuell davon aus, dass keine weiteren Löscharbeiten mehr notwendig sind.

Bericht von Markus Leitner, BRK Rhall









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