22-10-06 35-Jähriger überlebt Gleitschirm-Absturz am Hochstaufen-Westgrat

45-Jährige kollabiert an der Höllenbachalm

BAD REICHENHALL/NONN – Ein 35-jähriger Reichenhaller hat am Donnerstagvormittag am Hochstaufen-Gipfelplateau einen Absturz mit seinem Gleitschirm aus geschätzten fünf Metern Höhe mit einer schweren Fußverletzung und Verletzungen am Rückgrat überlebt. Der Mann hatte im Reichenhaller Haus übernachtet und wollte dann vom Gipfel aus starten, wobei ihm kurz nach 10 Uhr der Schirm zusammenklappte. Der Pilot hatte Glück im Unglück, da er gerade noch wenige Meter vor den senkrechten Westgrat-Abbrüchen auf der Gipfelwiese einschlug und nicht über die hohen Wände abstürzte.

Wanderer am Gipfel hatten den Unfall beobachtet und sofort Erste Hilfe geleistet. Die Leitstelle Traunstein schickte die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger und den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ los, dessen Besatzung bereits im Anflug von Traunstein die Notärztin über die Kufe aussteigen ließ und dann vom Staufenhof-Landeplatz im Nonner Oberland zwei Reichenhaller Bergretter zum Einsatzort flog. Die Retter reponierten das ausgerenkte Sprunggelenk des Abgestürzten, lagerten ihn wegen möglicher Wirbelsäulen-Verletzungen schonend in den Luftrettungssack um und packten den Schirm zusammen. Der Heli flog dann vom Gipfel-Landeplatz oberhalb des Reichenhaller Hauses aus die beiden Bergretter und den Schirm zurück ins Tal, nahm dann den Patienten und die Ärztin mit der Winde auf und transportierte den 35-Jährigen ohne Zwischenlandung weiter zum Klinikum Traunstein. Die Bergwacht war rund eineinhalb Stunden im Einsatz; eine Streifenbesatzung der Reichenhaller Polizei nahm den Flugunfall auf.

45-Jährige kollabiert an der Höllenbachalm Bereits am Sonntagnachmittag (2. Oktober) kollabierte gegen 13.30 Uhr eine 45-jährige Teisendorferin direkt an der Höllenbachalm am Jochberg. Die Leitstelle Traunstein schickte eine Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes und zusätzlich die Reichenhaller Bergwacht mit ihrem Rettungsfahrzeug über das Bruckthal und den Listanger los, da unklar war, ob der größere Rettungswagen die Einsatzstelle erreichen kann; zusätzlich war ein Bergwacht-Einsatzleiter als Ersthelfer von seinem Wohnort in Weißbach aus über die Höllenbach-Forststraße angefahren und hatte die Patientin noch vor Ankunft des Rettungswagens erstversorgt. Die Frau wurde dann zur weiteren Untersuchung in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht. Vier Bergretter waren eine gute Stunde lang im Einsatz.

Bericht von Markus Leitner, BRK Rhall