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  • Bergwacht Reichenhall

🚹15/16.05.2020 Vermisster 32-jĂ€hriger im Abstieg ĂŒber den Laufsteig tödlich abgestĂŒrzt


EinsatzkrĂ€fte finden am 16.05.2020, Samstagvormittag gegen 9.30 Uhr vom Heli aus den Vermissten – mehr als 60 MĂ€nner und Frauen von Bergwacht, Bundeswehr und Polizei im Einsatz

SCHNEIZLREUTH/JETTENBERGER FORST – Die Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 3“ hat am Samstagvormittag gegen 9.30 Uhr den seit Tagen vermissten 32-jĂ€hrigen Bundeswehr-Soldaten tödlich abgestĂŒrzt in 1.248 Metern Höhe am Fuß des Alphorns auf der Nordostseite der Reiter Alpe gefunden; der Gebirgsstock liegt westlich direkt gegenĂŒber des Lattengebirges auf der anderen Seite des Schwarzbachtals. Der Mann war offenbar bereits am Samstagabend vor einer Woche (9. Mai) nach einer vorherigen LattengebirgsĂŒberschreitung noch auf die Reiter Alpe gegangen und im Abstieg von der Hirschwiese ĂŒber den wenig begangenen und stellenweise verfallenen und sehr ausgesetzten Laufsteig alleinbeteiligt tödlich abgestĂŒrzt.

Die Bergwacht, die Alpine Einsatzgruppe (AEG) der Polizei und Bundeswehr-Kameraden des vermissten Soldaten hatten den ganzen Freitag (15. Mai) ĂŒber mit einem Großaufgebot an EinsatzkrĂ€ften zunĂ€chst im Lattengebirge nach dem 32-JĂ€hrigen gesucht, nachdem am Donnerstagabend ein JĂ€ger sein seit Tagen am unteren Ende des Predigtstuhl-Waxriessteigs abgesperrtes Mountainbike wegen der Öffentlichkeitsfahndung bei der Polizei gemeldet hatte. Die Bergwacht begann bereits von 1 bis 4 Uhr in der Nacht trotz der widrigen WetterverhĂ€ltnisse, den Waxriessteig und den angrenzenden Poschberg in der Hoffnung abzusuchen, den Mann noch lebend zu finden. Obwohl die zwölf Suchtrupps den ganzen Freitag ĂŒber mehr als 20 Steige und das angrenzende GelĂ€nde abgesucht hatten und dabei von Suchhundeteams, einer Drohne und dem Polizeihubschrauber „Edelweiß 2“ unterstĂŒtzt wurden, konnten sie den Mann nicht finden; die meiste Zeit anhaltender Nebel und Regen erschwerten die Arbeit im GelĂ€nde und sorgten fĂŒr schlechte Sicht, weshalb auch der Heli erst am spĂ€ten Nachmittag fliegen konnte.

Am Samstagvormittag setzten insgesamt 60 MĂ€nner und Frauen der drei Organisationen mit einer gemeinsamen Einsatzleitung im Reichenhaller Bergwacht-Haus die Suchaktion fort, die auch auf die SĂŒdwestseite des Lattengebirges und die gegenĂŒberliegende Reiter Alpe ausgedehnt wurde. Gegen 9.30 Uhr fand die Besatzung von „Edelweiß 3“ dann einen tödlich AbgestĂŒrzten im Bereich des Laufsteigs, den die per Winde abgesetzten EinsatzkrĂ€fte von Polizei und Bergwacht als den Vermissten identifizieren konnten. Der Ruhpoldinger Bergwacht-Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen, der nach der Unfallaufnahme mit der Winde aufgenommen und zum Landeplatz der Wehrtechnischen Dienststelle Oberjettenberg ausgeflogen wurde. Ein PolizeibergfĂŒhrer der Polizeiinspektion Bad Reichenhall ĂŒbernahm die Sachbearbeitung. Nach seinen bisherigen Ermittlungen dĂŒrfte der Mann alleinbeteiligt auf abgestĂŒrzt sein.



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