• Bergwacht Reichenhall

🚹18.04.2020: Radsturz bei der Abfahrt von der Stoißer Alm – und vermeintlicher Gleitschirm-Absturz

Polizei, zwei Helis und Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger bei EinsÀtzen am Teisenberg und Predigtstuhl gefordert


ANGER/STAUFENECKER FORST/BAD REICHENHALL – Eine schwer gestĂŒrzte Radfahrerin auf der KohlhĂ€uslstraße am Teisenberg und ein vermeintlich abgestĂŒrzter Gleitschirm an der mittleren StĂŒtze der Predigtstuhlbahn haben am Samstagnachmittag Bergwacht, Polizei, zwei Helis und den Landrettungsdienst gefordert. Gegen 15.20 Uhr war eine 58-jĂ€hrige Radfahrerin bei der Abfahrt ĂŒber die KohlhĂ€uslstraße von der Stoißer Alm am Teisenberg auf Höhe des großen Holzlagerplatzes direkt am KohlhĂ€usl vermutlich wegen eines grĂ¶ĂŸeren Schlaglochs in der Kiesstraße so schwer gestĂŒrzt, dass sie zunĂ€chst bewusstlos liegen blieb. Ihr Begleiter und weitere Ersthelfer kĂŒmmerten sich um die verunfallte Einheimische und setzten bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, die die Bergwacht Teisendorf-Anger, die Bergwacht-Einsatzleiterin, den Rettungswagen des Teisendorfer Roten Kreuzes und den Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ losschickte.

Die Angerer Bergwacht traf bereits wenige Minuten spĂ€ter mit ihrem Rettungsfahrzeug bei der mittlerweile wieder ansprechbaren Frau ein und ĂŒbernahm die Erstversorgung. Der Sturzhelm war zu Bruch gegangen und hatte offensichtlich Schlimmeres verhindert. Die Besatzung des Teisendorfer Rettungswagens und die NotĂ€rztin des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“, der auf der Wiese neben dem KohlhĂ€usl landen konnte, untersuchten die Frau und fuhren sie dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Gegen 18 Uhr forderte die Polizeieinsatzzentrale Rosenheim dann ĂŒber die Integrierte Leitstelle die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger nach, da von den HeimgĂ€rten an der Saalach aus per Fernglas ein vermeintlich abgestĂŒrzter Gleitschirm an der großen mittleren StĂŒtze der Predigtstuhlbahn gesichtet worden war. Beamte der Bereitschaftspolizei und spĂ€ter auch eine Streife der Reichenhaller Polizei klĂ€rten den Sachverhalt zusammen mit dem Anrufer ab, konnten aber vom Tal aus keine Entwarnung geben, da auch per Tele-Objektiv mit grĂ¶ĂŸerer Brennweite tatsĂ€chlich eine Art von rotweißer Plane am Boden westlich der StĂŒtze zu sehen war, die nach telefonischer RĂŒcksprache mit der Bahn die Tage zuvor noch nicht dagewesen war. Die Besatzung des angeforderten Polizeihubschraubers „Edelweiß 4“ flog den Bereich rund um die StĂŒtze ab. Die Beamten konnten aber wie bereits vermutet nur Baumaterial fĂŒr die Sanierungsarbeiten feststellen und nach ihrem Kontrollflug endgĂŒltig Entwarnung geben. Die an der Rettungswache warteten EinsatzkrĂ€fte der Bergwacht konnten nach rund zwei Stunden wieder nach Hause fahren.

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