đš03.06.2021 50-JĂ€hrige stĂŒrzt beim Klettern am Vorderen Rotofen rund 80 Höhenmeter ab und stirbt
- Bergwacht Reichenhall
- 2. Juni 2021
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Juni 2021
BISCHOFSWIESENER FORST â Am Donnerstagmorgen ist kurz nach 8.30 Uhr eine 50-jĂ€hrige Frau beim Klettern ĂŒber die Berchtesgadener Rinne (III-; drei SeillĂ€ngen) am Vorderen Rotofen (1.369 Meter Montgelasnase; umgangssprachlich auch die Nase der Schlafenden Hexe) im östlichen Lattengebirge tödlich abgestĂŒrzt. Die Bergsteigerin aus dem Landkreis Traunstein war mit ihrem 58-jĂ€hrigen Mann und einem 59-jĂ€hrigen einheimischen Begleiter im Aufstieg, als einer der beiden voraussteigenden, gesicherten MĂ€nner offenbar ins Seil stĂŒrzte; die unterhalb in der kurzen Querung am oberen Ende des Kamins wartende, ungesicherte Frau stĂŒrzte ebenfalls aus polizeilich bisher nicht geklĂ€rter Ursache geschĂ€tzte 80 Höhenmeter ĂŒber die Nordseite bis zum WandfuĂ in der Rotofenscharte ab. Der ins Seil GestĂŒrzte zog sich Prellungen zu; der Sichernde eine Verletzung durch die Seilreibung an der Hand.
Als der Notruf der beiden MĂ€nner einging, schickte die Leitstelle Traunstein sofort die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger, den Traunsteiner Rettungshubschrauber âChristoph 14â und den Salzburger Notarzthubschrauber âChristophorus 6â los. âChristoph 14â setzte seine NotĂ€rztin mit der Winde bei der AbgestĂŒrzten ab, wobei die Ărztin aber nichts mehr fĂŒr die Frau tun und nur noch den Tod feststellen konnte. âChristophorus 6â rĂŒckte wieder ein und âChristoph 14â setzte mit der Winde weitere Bergretter bei den beiden MĂ€nnern in der Querung oberhalb des Kamins und am WandfuĂ ab und holte seine NotĂ€rztin wieder ab. Die EinsatzkrĂ€fte nahmen die beiden MĂ€nner mit der Winde auf und flogen sie zum Bognerlehnen am Eisenrichterberg aus, wo sie eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes ĂŒbernahm und dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferte. Der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht kĂŒmmerte sich mit zwei Krisenberatern um die beiden MĂ€nner.
Die nachgeforderte Besatzung des Polizeihubschraubers âEdelweiĂ 6â flog einen PolizeibergfĂŒhrer der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) zur Unfallstelle, der den tödlichen Bergunfall aufnahm und nahm dann die Verstorbene mit der Winde auf und brachte sie ins Tal. Die Bergwacht war mit 15 EinsatzkrĂ€ften gute vier Stunden lang gefordert.










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