đš09.08.2021 Bergwachten bei drei EinsĂ€tzen gefordert
- Bergwacht Reichenhall
- 8. Aug. 2021
- 2 Min. Lesezeit
BAD REICHENHALL - Die ehrenamtlichen EinsatzkrÀfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger waren am sonnigen Montag bei drei EinsÀtzen am Siebenpalven, auf der Lattenbergalm und am Wachterlhorn gefordert.
Los gings kurz nach 9.30 Uhr, als am Siebenpalven auf dem Weg zwischen Listanger und Thumsee ein 49-jĂ€hriger einheimischer Radfahrer gestĂŒrzt war und sich unter anderem schwerer am Unterarm verletzt hatte. Drei EinsatzkrĂ€fte fuhren mit dem Rettungsfahrzeug zum Verunfallten, der inzwischen von einem zufĂ€llig vorbeikommenden einheimischen Wanderer betreut wurde, wobei ebenfalls zufĂ€llig vorbeikommende Soldaten der Bundeswehr der Bergwacht den Weg zum Patienten zeigten. Der Einsatzleiter brachte kurz darauf den Ruhpoldinger Bergwacht-Notarzt und eine weitere Bergretterin an die Unfallstelle. Aufgrund der an diesem Vormittag vielen gleichzeitgen Rettungsdienst-EinsĂ€tze waren alle regulĂ€ren Rettungswagen des Landrettungsdienstes bereits gebunden, so dass die Bergwacht den notĂ€rztlich Versorgten dann selbst zur Kreisklinik Bad Reichenhall fuhr. Insgesamt waren acht Bergretter knapp ĂŒber eine Stunde lang gefordert. Nach einer kurzen Verschnauf-Pause folgte kurz nach 12 Uhr der nĂ€chste Notfall an der Lattenbergalm, wo ein Wanderer aus Sachsen offensichtlich wegen der Hitze und zu wenig FlĂŒssigkeit mit Kreislaufbeschwerden zusammengebrochen war. Die Bergretter waren gerade erst wieder an ihren ArbeitsplĂ€tzen eingetroffen und rĂŒckten erneut aus. ZufĂ€llig anwesende weitere Wanderer leisteten Erste Hilfe und setzten einen Notruf ab. Drei Reichenhaller EinsatzkrĂ€fte, darunter eine Rettungsassistentin fuhren mit dem Fahrzeug zur Lattenbergalm und konnten den Patienten etwas oberhalb der Alm auf dem Weg zur Karschneid schnell ausfindig machen. Sie versorgten ihn und fuhren ihn dann sitzend bis Baumgarten hinunter. Da immer noch der komplette Landrettungsdienst ausgelastet war, fuhr die Bergwacht den Mann selbst zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Sieben Ehrenamtliche waren gute eineinhalb Stunden unterwegs. Nach einer wieder nur kurzen Pause folgte gegen 14.40 Uhr der dritte Alarm, da beim Abstieg vom Wachterlhorn sĂŒdlich der Moosenalm im Lattengebirge eine Wanderin aus Nordrhein-Westfalen so unglĂŒcklich ausgerutscht war, dass sie sich den rechten Unterschenkel gebrochen hatte. Kurios dabei: Die Frau und ihr Begleiter waren zuvor Ersthelfer und Melder beim Einsatz an der Lattenbergalm. Der Reichenhall Einsatzleiter schickte daraufhin wiederum drei Bergretter mit dem Einsatzfahrzeug zur Moosenalm los und forderte den Traunsteiner Rettungshubschrauber zur Suche und Rettung aus dem GelĂ€nde an. Im Anflug nahm die Heli-Besatzung in Baumgarten einen Bergwacht-NotfallsanitĂ€ter auf und flog ihn zur Einsatzstelle. Notarzt und Bergretter versorgten die Frau im GelĂ€nde und lagerten sie in den Luftettungssack um, so dass sie der Heli im Bergwald mit der Winde aufnehmen und zum Zwischenlandeplatz am FuĂ des Wachterlhorns fliegen konnte. Dort lagerten die Retter die Frau in die Maschine um und flogen sie dann zum Klinikum Traunstein. Die Bergretter nahmen den unverletzten Ehemann der Verunfallten in ihrem Einsatzfahrzeug noch bis zum Wachterl-Parkplatz mit, wo sein Auto stand. Sieben EinsatzkrĂ€fte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf Anger waren rund zweieinhalb Stunden lang gefordert. WĂ€hrend der drei EinsĂ€tze stand die Bergwacht Teisendorf-Anger mit ihrem Rettungsfahrzeug zur weiteren UnterstĂŒtzung und fĂŒr eventuelle Parallel-EinsĂ€tze jeweils mit zwei RettungskrĂ€ften an der Bergrettungswache Bad Reichenhall bereit.










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